Jede Musiklehrkraft kennt den Moment. „Hast du diese Woche geübt?“ Kurze Pause. „Ein bisschen.“ Die ersten zehn Minuten der Stunde gehen dafür drauf, herauszufinden, was „ein bisschen“ heißt. Das Problem ist nicht, dass Schüler faul sind. Geübt wird unsichtbar, ohne jemanden, der sagt, ob man auf dem richtigen Weg ist, und mit Material, das über eine Kopie, einen YouTube-Link und eine Chatnachricht von vor drei Wochen verstreut ist.
Ein Übeheft aus Papier hilft ein wenig, wenn es denn wieder mitgebracht wird. Die meisten Übe-Apps helfen dem Schüler, lassen die Lehrkraft aber außen vor. Musicdott wurde von einem Schlagzeuglehrer gebaut, der beide Seiten sehen wollte: Schüler, die wissen, was sie üben sollen, und sich dafür belohnt fühlen, und eine Lehrkraft, die das sieht, bevor die Stunde beginnt.
So funktioniert der Übe-Kreislauf
- 1
Du gibst die Aufgabe
Stell eine Lektion oder Übung aus Blöcken zusammen: ein Video, die Noten, ein Groovescribe-Groove, ein Akkordblatt, ein Playback. Weise sie einem Schüler zu, und sie wartet zu Hause in seinem Konto.
- 2
Der Schüler übt und trägt es ein
Ein Tipp auf „Das habe ich geübt“ hält es fest und bringt 5 XP, einmal pro Aufgabe und Tag. Schüler können auch einen Übe-Timer laufen lassen oder Minuten mit einer Notiz nachtragen.
- 3
Du siehst es vor der Stunde
Bei jeder Aufgabe steht, wann sie zuletzt geübt wurde. Du gehst in die Stunde und weißt, ob es weitergeht oder zurück zu den Grundlagen, ganz ohne „Hast du geübt?“-Verhör.
- 4
Du bewertest den Fortschritt
In oder nach der Stunde bewertest du die Aufgabe in vier Stufen. Die Bewertung ist die XP für diese Aufgabe, und nur die oberste Stufe, „kann es anwenden“, schließt sie ab.
Warum die Lehrkraft bewertet und nicht der Schüler
Viele Übe-Apps lassen Schüler ein Stück abhaken, wenn sie finden, dass es sitzt. Das klingt nach Eigenverantwortung, vermischt aber zwei Dinge: Einsatz und Können. Ein Schüler, der jeden Tag geübt hat, spielt die Stelle vielleicht trotzdem noch nicht im Tempo, und das ist in Ordnung. Musicdott trennt deshalb beides. Der Schüler meldet seinen Einsatz („Das habe ich geübt“); die Lehrkraft beurteilt das Können auf einer vierstufigen Skala: muss noch üben, auf dem richtigen Weg, schon ziemlich gut, kann es anwenden.
Deine Bewertung ist zugleich die XP für diese Aufgabe. Die großen Belohnungen folgen also echtem Fortschritt und nicht dem Drücken eines Knopfes. Passt du eine Bewertung später an, wird die XP korrigiert und nicht doppelt vergeben. Die XP fürs Üben bleiben klein und sind auf einmal pro Aufgabe und Tag begrenzt, Schummeln lohnt sich also nicht. Was eine gute Musik-App leisten sollte und was lieber nicht, liest du indiesem Beitrag.
Übeprotokoll, Timer und Serien
Neben dem Knopf pro Aufgabe haben Schüler eine Übeseite. Dort starten sie einen Timer, wenn sie sich ans Instrument setzen, und stoppen ihn, wenn sie fertig sind, oder tragen Minuten nachträglich mit einer kurzen Notiz ein. Übermäßig lange Einheiten durch einen vergessenen Timer werden gedeckelt, damit die Summen glaubwürdig bleiben. Schüler sehen ihre Gesamtzeit, ihr XP-Level, einen Serienzähler und ihre Abzeichen. Du siehst denselben Übeverlauf im Schülerprofil.
Für jüngere Schüler kannst du einen Belohnungsshop einrichten: Du entscheidest, was es gibt und wie viele XP es kostet, sie fordern eine Belohnung an, und du gibst sie frei. Ein Sticker, das nächste Lied aussuchen, fünf Minuten freies Trommeln am Ende der Stunde. Klein, aber Kinder lieben ein Ziel, das sie erreichen können.
Übeheft, Übe-App oder Musicdott
| Übeheft aus Papier | Übe-App nur für Schüler | Musicdott | |
|---|---|---|---|
| Material direkt beim Protokoll | Nein | Manchmal | Ja, die zugewiesene Lektion selbst |
| Lehrkraft sieht es vor der Stunde | Nur, wenn es mitkommt | Meist nicht | Ja, zuletzt geübt pro Aufgabe |
| Wer entscheidet, dass es fertig ist | Unklar | Oft der Schüler | Die Lehrkraft |
| Belohnungen für jüngere Schüler | Sticker, wenn man daran denkt | Unterschiedlich | XP, Serien, Abzeichen, Belohnungsshop |
| Eltern können mitverfolgen | Wenn sie es finden | Selten | Eigener Elternzugang |
Material, das Schüler zu Hause wirklich nutzen
Ein Übeprotokoll nützt nur, wenn der Schüler genau weiß, was er üben soll. In Musicdott hängt das Protokoll an der Lektion selbst, die aus Blöcken besteht: Video, Noten als PDF oder MusicXML, Guitar-Pro-Tabs, Groovescribe-Drum- Patterns, Akkorddiagramme, ABC-Notation und Audio. Im Unterricht zeigst du dasselbe Material mit Teach Mode auf einem Fernseher oder iPad, zu Hause sieht es also genauso aus wie im Unterrichtsraum. Mehr dazu auf der Seite zurUnterrichtsplattform. Schüler können außerdem ohne Konto das kostenlose Metronom, das Tool zumVerlangsamen von Audio und dieTonleitern nutzen.
Hängt ein Schüler an einem Takt fest? Mit „Frag deine Lehrkraft“ schickt er eine Nachricht, auf Wunsch mit einem kurzen Video, statt sechs Tage lang denselben Fehler zu wiederholen.
Eltern ohne Übe-Polizei
Eltern bekommen einen eigenen Login und sehen, woran ihr Kind arbeitet und wie es läuft, mit einem Login auch für Geschwister. So haben sie etwas Besseres zu sagen als „Hast du schon geübt?“. Unser BeitragWie Eltern helfen können, ohne zum Aufpasser zu werden lohnt sich zum Weitergeben an Familien.
Für welche Lehrkräfte passt das?
Das Erfassen des Übens funktioniert am besten bei wöchentlichem Einzelunterricht, bei dem du das Material jedes Schülers kennst. Es passt zu selbstständigen Lehrkräften und Schulen aller Instrumente, vonKlavier und Gitarrebis Schlagzeug, Geigeund Gesang, egal ob Schüler auf eine Prüfung hinarbeiten oder aus Spaß spielen. Es ist Teil derselben App wie dein Stundenplanund deine Schülerverwaltung, du pflegst also kein zweites Tool. Unterrichtest du allein, fang bei Software für Musiklehrer an.
Das Erfassen des Übens ist in jedem Plan enthalten, ab 29,95 € pro Monat zzgl. MwSt. Schüler und Eltern zahlen nie etwas. Der erste Monat ist gratis, monatlich kündbar; siehe die Preisseite.